All-on-4
Ein ganzer Zahnbogen auf nur vier Implantaten — mit festsitzender Versorgung, in vielen Fällen am OP-Tag. Lösung bei Zahnlosigkeit oder lockeren Prothesen.

Was ist All-on-4?
All-on-4 ist ein bewährtes Behandlungskonzept für Patienten, die in einem Kiefer alle Zähne verloren haben oder eine Vollprothese tragen. Statt jeden fehlenden Zahn einzeln zu ersetzen, wird der gesamte Zahnbogen auf nur vier Implantaten befestigt. Die hinteren beiden Implantate werden geneigt eingesetzt — dadurch wird die maximale Knochenfläche genutzt und in vielen Fällen ein Knochenaufbau überflüssig.
Das Konzept wurde Anfang der 2000er von Prof. Paulo Maló in Portugal entwickelt und ist heute weltweit etabliert. Es eignet sich auch für Patienten mit moderatem Knochenabbau — bei sehr starkem Abbau im Oberkiefer kommt alternativ das Zygoma-Implantat zum Einsatz.
All-on-4 im Vergleich
|-----------|--------------|----------|
| Kriterium | Vollprothese | All-on-4 |
|---|---|---|
| Halt | Saugend, oft locker | Festsitzend auf 4 Implantaten |
| Komfort | Druckstellen, Würgereiz | Wie eigene Zähne |
| Geschmackssinn | Eingeschränkt (Gaumen bedeckt) | Voll erhalten |
| Knochenabbau | Geht weiter | Wird durch Implantate gestoppt |
| Sprechen & Lachen | Unsicherheit | Selbstbewusst |
| Pflege | Tägliches Reinigen, Haftcreme | Wie natürliche Zähne |
Behandlung in Istanbul für DACH-Patienten
Für eine All-on-4-Behandlung planen wir typischerweise zwei Aufenthalte: Etappe 1 (5–7 Tage) für OP und Sofortversorgung, Etappe 2 (3–5 Tage) nach 3–6 Monaten für die endgültige Brücke. Bei einseitiger Versorgung (nur Ober- oder Unterkiefer) kürzer, bei beidseitiger Versorgung etwas länger.
Vor der Anreise sichten wir Ihre Aufnahmen per WhatsApp oder E-Mail und erstellen einen schriftlichen Behandlungsplan auf Deutsch — kostenfrei und unverbindlich. Den Flughafentransfer organisieren wir bei Bedarf über unsere Partnerunternehmen. Hotelbuchung übernehmen Sie selbst; wir empfehlen das Istanbul Marriott Hotel Asia oder Asia Business Suites in Gehweite zur Praxis.
Häufig gestellte Fragen
Bekomme ich am OP-Tag wirklich feste Zähne? In den meisten Fällen ja — Voraussetzung ist eine ausreichende Primärstabilität der Implantate (≥35 Ncm). Die Sofortversorgung ist eine provisorische, aber festsitzende Brücke, die später durch die definitive Brücke ersetzt wird.
Wie lange hält die endgültige Brücke? Bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle 15–20 Jahre und länger. Die Implantate selbst halten in der Regel lebenslang.
Was, wenn ich starken Knochenabbau habe? Bei starkem Abbau im Oberkiefer ist das Zygoma-Implantat die geeignetere Lösung.
Kann ich nach der OP normal essen? Während der ersten 3 Monate (Einheilphase) sollten Sie weiche Nahrung bevorzugen. Danach sind keine Einschränkungen mehr nötig.
Behandlungsschritte
Diagnostik:
DVT-Aufnahme, Modellanalyse, klinische Untersuchung. Bewertung des Knochenangebots und der Bisslage.
Digitale OP-Planung:
Position und Winkel der vier Implantate werden mit digitaler Planungssoftware festgelegt.
Anfertigung der OP-Schablone:
Über das Z-GO-Guide-System wird eine patientenindividuelle Schablone für millimetergenaue Umsetzung produziert.
OP-Tag:
Unter lokaler Betäubung mit Sedierung werden die vier Implantate gesetzt. Bei ausreichender Primärstabilität (≥35 Ncm) wird noch am selben Tag eine provisorische festsitzende Brücke eingegliedert.
Heilungsphase:
3–6 Monate Einheilung, in denen die provisorische Versorgung getragen wird. Sie können essen, sprechen und lachen wie gewohnt.
Endversorgung:
Nach abgeschlossener Einheilung wird die definitive Brücke aus Zirkon oder Hochleistungskunststoff angefertigt und eingegliedert.
Diagnostik:
DVT-Aufnahme, Modellanalyse, klinische Untersuchung. Bewertung des Knochenangebots und der Bisslage.
Digitale OP-Planung:
Position und Winkel der vier Implantate werden mit digitaler Planungssoftware festgelegt.
Anfertigung der OP-Schablone:
Über das Z-GO-Guide-System wird eine patientenindividuelle Schablone für millimetergenaue Umsetzung produziert.
OP-Tag:
Unter lokaler Betäubung mit Sedierung werden die vier Implantate gesetzt. Bei ausreichender Primärstabilität (≥35 Ncm) wird noch am selben Tag eine provisorische festsitzende Brücke eingegliedert.
Heilungsphase:
3–6 Monate Einheilung, in denen die provisorische Versorgung getragen wird. Sie können essen, sprechen und lachen wie gewohnt.
Endversorgung:
Nach abgeschlossener Einheilung wird die definitive Brücke aus Zirkon oder Hochleistungskunststoff angefertigt und eingegliedert.
Für wen ist diese Behandlung geeignet?
Komplette Zahnlosigkeit in einem Kiefer: Klassische Indikation
Träger lockerer Vollprothesen: Festsitzende Lösung statt herausnehmbarer Prothese
Generalisierte Parodontitis: Wenn die verbliebenen Zähne nicht zu erhalten sind
Wunsch nach Sofortversorgung: In den meisten Fällen feste Zähne am OP-Tag möglich
Moderate Knochenabbau: Durch geneigte hintere Implantate oft kein Knochenaufbau nötig
Sehr starker Knochenabbau im Oberkiefer: Alternative ist das Zygoma-Implantat