Facharztpraxis · Istanbul

Sinuslift

Knochenaufbau im seitlichen Oberkiefer — durch Anhebung der Kieferhöhlenmembran und Einbringung von Knochenersatzmaterial. Macht Implantate dort möglich, wo der Knochen zu dünn ist.

Sinuslift — Behandlung in der Praxis Istanbul

Was ist ein Sinuslift?

Im hinteren Oberkiefer liegt direkt über den Wurzeln der Backenzähne die Kieferhöhle (Sinus maxillaris). Nach Zahnverlust dehnt sich die Kieferhöhle oft aus und der verbleibende Knochen wird zu dünn (oft <5 mm), um ein Implantat sicher zu verankern.

Beim Sinuslift wird die Schleimhaut der Kieferhöhle (Schneider-Membran) vorsichtig angehoben und der entstandene Hohlraum mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Über mehrere Monate wandelt sich dieses Material in eigenes Knochengewebe um — Implantation wird möglich.

Geschlossen oder offen?

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KriteriumGeschlossener SinusliftOffener Sinuslift
Knochenhöhe vorab5–8 mm<5 mm
ZugangVon oben durch das ImplantatbettSeitliches Knochenfenster
ImplantationGleichzeitigErst nach 4–6 Monaten Heilung
Eingriffe1 Eingriff2 Eingriffe
HeilungszeitKurz (Implantat heilt parallel)4–6 Monate vor Implantation
SchwellungMildModerat

Behandlung in Istanbul für DACH-Patienten

Bei der geschlossenen Technik wird der Sinuslift gleichzeitig mit der Implantation durchgeführt — Aufenthalt 3–5 Tage. Bei der offenen Technik erfolgt der Sinuslift in einem ersten Eingriff (Aufenthalt 3–4 Tage), die Implantation 4–6 Monate später (zweite Anreise, 3–4 Tage). Welche Technik für Sie geeignet ist, klären wir nach Sichtung Ihrer Aufnahmen.

Vor der Anreise sichten wir Ihre DVT oder Panoramaaufnahme per WhatsApp oder E-Mail und erstellen einen schriftlichen Behandlungsplan auf Deutsch. Hotelbuchung übernehmen Sie selbst — wir empfehlen das Istanbul Marriott Hotel Asia oder Asia Business Suites in Gehweite zur Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Tut der Sinuslift weh? Während des Eingriffs spüren Sie unter lokaler Betäubung nichts. Postoperativ ist mit moderater Schwellung und milden Beschwerden zu rechnen — gut beherrschbar mit Standardmedikation.

Welche Risiken gibt es? Selten kann es zu einer Membranperforation, Sinusitis oder Wundheilungsstörung kommen. Mit moderner 3D-Planung sind diese Risiken minimiert.

Was darf ich nach dem Eingriff? In den ersten 2 Wochen nicht schnäuzen, beim Niesen Mund öffnen, nicht tauchen oder fliegen ohne ärztliche Freigabe. Wir besprechen Verhaltensregeln im Detail.

Welches Knochenersatzmaterial wird verwendet? Je nach Fall autogener Knochen (vom Patienten), Xenograft (bovin), alloplastisch oder eine Mischung. Wir wählen das geeignetste Material individuell.

Wann kann ich wieder fliegen? In der Regel 7–10 Tage nach Eingriff — abhängig vom Heilungsverlauf. Wir geben vor Abreise schriftliche Freigabe.

Behandlungsschritte

1

3D-Diagnostik:

DVT zur exakten Vermessung von Knochenhöhe, Membrandicke und Anatomie der Kieferhöhle.

2

Lokalbetäubung:

Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung, optional mit Sedierung.

3

Zugangsschaffung:

Über die seitliche Knochenwand des Oberkiefers wird ein kleines Knochenfenster präpariert.

4

Membran-Anhebung:

Die Schneider-Membran wird vorsichtig nach oben verlagert — ohne sie zu verletzen.

5

Knochenaufbau:

Knochenersatzmaterial (autogener Knochen, Xenograft, alloplastisch oder Mischung) wird in den entstandenen Raum eingebracht.

6

Heilung:

4–6 Monate, in denen sich das Material in körpereigenen Knochen umwandelt.

7

Implantation:

Nach abgeschlossener Heilung werden die Implantate sicher in den neu aufgebauten Knochen gesetzt.

Für wen ist diese Behandlung geeignet?

Zu wenig Knochen für Implantate im Seitenzahnbereich: Klassische Indikation

Erweiterte Kieferhöhle nach Zahnverlust: Häufig nach Jahren ohne Versorgung

Vor Brückenversorgung auf Implantaten: Wenn mehrere Zähne fehlen

Alternative bei Knochenabbau: Statt Zygoma-Implantat oder All-on-4

Patienten mit langer Prothesentragzeit: Wenn der Knochen über Jahre abgebaut hat

Vorteile

Implantate dort möglich, wo zuvor nicht möglich:

Bewährtes Verfahren:

Eigener Knochen wird aufgebaut:

Kombinierbar mit Implantation:

Schmerzarmer Eingriff: