Zygoma-Implantat
Feste Zähne bei starkem Knochenabbau im Oberkiefer — ohne aufwändigen Knochenaufbau. Sofortversorgung am selben Tag in den meisten Fällen möglich.

Was ist ein Zygoma-Implantat?
Ein Zygoma-Implantat ist ein spezielles, längeres Implantat (30–52,5 mm statt 8–16 mm), das nicht im Kieferknochen, sondern im Jochbein (Os zygomaticum) verankert wird. Es wurde für Patienten entwickelt, bei denen der Oberkieferknochen so stark abgebaut ist, dass herkömmliche Implantate nicht mehr halten und ein Knochenaufbau aufwändig oder unmöglich ist.
Der entscheidende Vorteil: Kein Knochenaufbau nötig. Während herkömmliche Implantate bei Knochenmangel 6–9 Monate Vorbereitung mit Knochentransplantat erfordern, kann beim Zygoma-Verfahren in den meisten Fällen am selben Tag eine provisorische festsitzende Versorgung eingegliedert werden.
Zygoma-Implantat im Vergleich zum Knochenaufbau
|-----------|------------------------------------|-------------------|
| Kriterium | Knochenaufbau + Standardimplantat | Zygoma-Implantat |
|---|---|---|
| Knochenbedarf | Ausreichend Knochen nach Aufbau nötig | Nutzt das Jochbein |
| Anzahl Eingriffe | 2 oder mehr | 1 |
| Behandlungsdauer | 9–18 Monate | 1 Tag (inkl. Provisorium) |
| Provisorische Zähne | Nach Aufbau-Heilung | Am selben Tag |
| Gesamtkosten | Mehrere Eingriffe summieren sich | Eine Komplettversorgung |
Behandlung in Istanbul für DACH-Patienten
Für ein Zygoma-Implantat-Verfahren planen wir typischerweise einen Aufenthalt von 5–7 Tagen: präoperative Vorbereitung, OP, Eingewöhnung und erste Kontrolle. Vor der Anreise prüfen wir Ihre vorhandenen Aufnahmen per WhatsApp oder E-Mail und erstellen einen schriftlichen, kostenfreien Behandlungsplan auf Deutsch.
Den Flughafentransfer organisieren wir auf Wunsch über unsere Partnerunternehmen. Hotelbuchung übernehmen Sie selbst — wir empfehlen das Istanbul Marriott Hotel Asia (komfortabel nach OP) oder Asia Business Suites in Gehweite zur Praxis.
In unserer Praxis kommen JD-Dental-Zygoma-Implantate zum Einsatz, die mit dem Z-GO-Guide-System millimetergenau gesetzt werden. Alle chirurgischen Phasen werden vom Facharzt selbst durchgeführt.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Eingriff schmerzhaft? Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose oder tiefer Sedierung — Sie spüren während der OP nichts. Postoperative Beschwerden werden mit Standardmedikation gut beherrscht.
Welche Risiken gibt es? Wie bei jedem chirurgischen Eingriff: Schwellung, Hämatom, in seltenen Fällen Sinusbeteiligung. Durch 3D-Planung und geführte Chirurgie ist das Risiko minimiert. Erfolgsquote 95–98 %.
Hält ein Zygoma-Implantat lebenslang? Bei guter Pflege ja. Langzeitstudien dokumentieren über 95 % Erfolg nach 10–15 Jahren.
Kann ich nach der OP gleich nach Hause fliegen? Wir empfehlen 4–7 Tage Aufenthalt. Eine Erstkontrolle vor Abreise ist obligatorisch. Fluggesellschaften erlauben das Fliegen in der Regel ab 24–48 Stunden nach OP.
Expertenmeinung
> Zygoma-Implantate sind die echte Alternative zur "Implantation nicht möglich"-Gleichung bei Patienten mit fortgeschrittener Oberkieferatrophie. Chrcanovic et al. (2016) berichteten in ihrer systematischen Übersicht mit 4.556 ausgewerteten Zygoma-Implantaten eine 12-Jahres-Überlebensrate von 95,21 %. Die meisten Misserfolge treten in den ersten 6 Monaten auf — das heißt: bei korrekter Patientenauswahl und präziser chirurgischer Planung sind die Langzeitergebnisse mit der klassischen Knochenaufbau-und-Implantation-Route vergleichbar. Aparicios prospektive 5-Jahres-Studie zeigte keinen einzigen Zygoma-Implantatverlust bei 131 Platzierungen.
>
> — Spezialist Zahnarzt Aykut Gürel, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Wissenschaftliche Quellen
- Chrcanovic BR, Albrektsson T, Wennerberg A. Survival and Complications of Zygomatic Implants: An Updated Systematic Review. *Journal of Oral and Maxillofacial Surgery*. 2016;74(10):1949-1964. PMID 27422530. DOI
- Aparicio C, Ouazzani W, Garcia R, Arevalo X, Muela R, Fortes V. A prospective clinical study on titanium implants in the zygomatic arch for prosthetic rehabilitation of the atrophic edentulous maxilla with a follow-up of 6 months to 5 years. *Clinical Implant Dentistry and Related Research*. 2006;8(3):114-122. PMID 16919019. DOI
- Aparicio C, Manresa C, Francisco K, et al. Zygomatic implants: indications, techniques and outcomes, and the zygomatic success code. *Periodontology 2000*. 2014;66(1):41-58. PMID 25123760. DOI
- Bedrossian E. Rehabilitation of the edentulous maxilla with the zygoma concept: a 7-year prospective study. *International Journal of Oral & Maxillofacial Implants*. 2010;25(6):1213-1221. PMID 20657866.
Behandlungsschritte
3D-Diagnostik:
Detaillierte DVT-Aufnahme zur Bewertung von Knochendichte, Kieferhöhlen-Grenzen und Jochbein-Struktur.
Digitale OP-Planung:
Die DVT-Daten werden in eine Planungssoftware übertragen — Position und Achse jedes Implantats werden virtuell festgelegt.
Anfertigung der OP-Schablone:
Patientenindividuelle Schablone aus dem geführten Chirurgie-System für millimetergenaue Umsetzung.
Implantation:
Unter Vollnarkose oder tiefer Sedierung werden die Zygoma-Implantate über den Gaumen ins Jochbein gesetzt. Dauer: in der Regel 2–3 Stunden.
Sofortversorgung:
Eine provisorische festsitzende Brücke wird am gleichen Tag eingegliedert — Sie verlassen die Praxis mit funktionsfähigen Zähnen.
Endversorgung:
Nach 3–6 Monaten Einheilung folgt die definitive Brücke aus Zirkon oder Hochleistungskunststoff.
3D-Diagnostik:
Detaillierte DVT-Aufnahme zur Bewertung von Knochendichte, Kieferhöhlen-Grenzen und Jochbein-Struktur.
Digitale OP-Planung:
Die DVT-Daten werden in eine Planungssoftware übertragen — Position und Achse jedes Implantats werden virtuell festgelegt.
Anfertigung der OP-Schablone:
Patientenindividuelle Schablone aus dem geführten Chirurgie-System für millimetergenaue Umsetzung.
Implantation:
Unter Vollnarkose oder tiefer Sedierung werden die Zygoma-Implantate über den Gaumen ins Jochbein gesetzt. Dauer: in der Regel 2–3 Stunden.
Sofortversorgung:
Eine provisorische festsitzende Brücke wird am gleichen Tag eingegliedert — Sie verlassen die Praxis mit funktionsfähigen Zähnen.
Endversorgung:
Nach 3–6 Monaten Einheilung folgt die definitive Brücke aus Zirkon oder Hochleistungskunststoff.
Für wen ist diese Behandlung geeignet?
Starker Knochenabbau im Oberkiefer: Nach langem Zahnverlust, Osteoporose oder fortgeschrittener Parodontitis
Patienten ohne Möglichkeit zum Knochenaufbau: Z. B. bei Bisphosphonat-Therapie, systemischen Erkrankungen oder anatomischen Limitierungen
Patienten mit Wunsch nach kurzer Behandlungszeit: Statt 9–18 Monaten in einem Eingriff zu festen Zähnen
Misslungene Vor-Implantationen: Wenn frühere konventionelle Implantate nicht eingeheilt sind
Langjährige Prothesenträger: Mit fortgeschrittenem Knochenrückgang